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1352. In der Kreuzwoche (Mai 13-19). Liegnitz.

Herzog Wenzel verleiht dem Heilman von Bran Ländereien und Grundstücke zu Kotzenau und Tirsebenicz auch ein Servitut zur Hutung auf seinen Helden.

In gotis namen amen. Wir Wenczelaw von gotis gnaden der erste furste in Slesien vnde herre czu Legnicz bekennen offenbar vnde ewiclichen an disem briue allen den, di in horen lesin, daz wir bedacht habin gnediclichen, di dinst, die vns Heylman von Bran gedinet hat in manchir wise, vnd noch wol gedinen mak, vnde habin von vnsin furstlichen gnadin gereichit geligin vnde gelangit dem selbin Heylman vnde sinen elichen geerbin vnde sinen rechten nachkumelingen alliz sin gut, daz her von vns hat czu Coczenow vnde czu Tirsebenicz, czu Coczenow czu dem nvwen houe vir hufen vorwerkis, vnde dri garten in Stranptis gute vnde czu Tirsebenicz vnde Coczenow achte hufen czinshaft vnde waz her hauern hat von durrem forste, vnde sinen honik czins, vnde ouch czu Coczenow den schultheizen halp mit halbem creczmen, daz habe wir alliz im geligin fri ane dinst, vnde fri alles geschozzes vnde bete, herstnyre fure erens mit dem pfluge vnde allir gabe vnde getwangis vnde allir beswerunge sal her ledik sin vnde alle sine gebure, vnde andir sine vndirsezin, vnde sal daz habin mit allem gerichte hoch adir nydir, obir hals vnde obir hant, von vns vnde von vnsin nachkvmelingen vnde von allen vnsen anewaldin, di wir nv haben adir her nach gewinnen vngehindirt; daz vorwerk sal haben grozir Dutschir hufen vire, gar an der lenge vnde an der breite, in alle der wise, als iz iczunt is begriffen. In dem Vorwerke sal her haben schaf vnde andir vie, waz her des irnern mak, vnde sal di schaf vnde,daz vie triben, weiden vnde nern uf allir gewonlichir weyde, uf vnsir heyde vnde uf gewonlichen veldin czu Coczenow vnde czu Tirsebenicz von andirn herren, von schultheizen vnde von geburn vngehindirt. Ouch habe wir gegebin vnde erleubit dem selbin Heylman von Bran vnde sinen geerbin, alle iar vnde iclich iar bi sundir funfczen fudir heuwes czu machene bi namen in dem Canwalde, wo iz im allir beste fugit vnde von dannen czu furne gar vngehindirt. In dem vorwerk sal her ouch haben czwene wayne, di im furen czymmer, welchir leyge her wil, vnde burne holcz in sinen hof vnde ouch czu den markte, abir czu dem markte sal her nicht eychin czymmer furen, darf her ouch me waine czu sime gebude, adir czu siner not, waz her der irbiten mak, si sullen im ouch furen vngehindirt; vnde alle sine vndirsezin czu Coczenow vnde czu Tirsebenicz, di sullen furen czymmer in ir höue czu irre not durft vnde durre holcz czu den merkten, uf allen strazen vnde uf allen merkten vnde uf allin wegin vngehindirt vnde sullen grasen mit sicheln vndir den struchin, do man daz gras mit der sensen nicht mak gehouven; vnde sullen ouch ir vie do weiden von allen vnsin anewalden vngehindirt; vnde der rede allir czu eyme ewigen gedechtnisse habe wir im disen brif geheyzen gebin vnde vorsigeln mit vnsim ingesigil, daz ist geschen czu Legnicz, in der cruczewochin, nach gotis geburt tusint vnde drihundirt iar in dem czwey vnde fvnfzigisten jare, des sint geczuyge vnse getruwen her Francze Buzewo, her Gawin, Wilrich von Wangentin, Heynsch Abescacz, Steffan Trache, Niczsche Beyer vnde her Niclaus von der Roten kirchen thumherre czu Legnicz vnse obirste schriber, dem dirre brif wart beuolen.

O. d. St. L. No. 79, das grosse wohlerhaltene Fuss-Siegel von weissem Wachs an dunkelrothseidner Schnur mit dem Rücksiegel in rothem Wachs.


Urkunden-Buch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455 - Herausgegeben dr Friedrich Wilhelm Schirrmacher - Liegnitz 1866



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